Parkett richtig schleifen Körnung, Ablauf und wichtige Tipps

Beim Schleifen von Parkett wird die alte Oberfläche entfernt und das Holz für die anschließende Behandlung mit Parkettlack, Parkettöl oder farbigen Oberflächen vorbereitet. Ein sauberer Parkettschliff ist entscheidend für Optik, Haftung und Belastbarkeit der späteren Oberfläche.

Warum ist der richtige Parkettschliff wichtig?

Schleifspuren, alte Beschichtungsreste oder ungleichmäßige Übergänge können nach dem Lackieren oder Ölen sichtbar bleiben. Besonders bei geölten oder farbig behandelten Parkettböden zeigt sich jede Unregelmäßigkeit deutlich. Deshalb sollte der Schliff gleichmäßig aufgebaut und sorgfältig ausgeführt werden.

Welche Körnung beim Parkett schleifen?

Die passende Schleifkörnung hängt vom Zustand des Bodens ab. Bei stark beschädigten Altböden mit Lackresten beginnt man häufig mit einer groben Körnung, zum Beispiel Korn 24 oder 36. Danach folgen feinere Schleifgänge mit Korn 60, 80 und 100.

Bei normal abgenutzten Parkettböden reicht oft ein Schleifaufbau mit Korn 40, 60, 80 und 100. Neue oder gut erhaltene Parkettflächen können meist feiner begonnen werden, zum Beispiel mit Korn 60, anschließend Korn 80 und als Endschliff Korn 100 oder 120.

Für die Vorbereitung auf Parkettlack liegt der Endschliff in der Regel bei Korn 100 oder 120. Auch vor dem Ölen von Parkett wird häufig bis Korn 100 oder 120 geschliffen. Bei farbigen Ölen oder Beizen ist ein besonders gleichmäßiger Schliff wichtig, da Unterschiede in der Oberfläche später deutlich sichtbar werden können. Hier wird oft ein feiner Endschliff mit Korn 120 gewählt.

Wichtig ist, keine Schleifgänge auszulassen. Zu große Sprünge zwischen den Körnungen können Schleifspuren verursachen, die nach der Oberflächenbehandlung sichtbar bleiben.

Grobschliff, Mittelschliff und Feinschliff

Der Grobschliff entfernt alte Beschichtungen, starke Gebrauchsspuren und Unebenheiten. Der Mittelschliff egalisiert die Fläche und beseitigt Spuren des Grobschliffs. Der Feinschliff bereitet das Parkett auf Lack, Öl oder Farbe vor und entscheidet maßgeblich über das spätere Erscheinungsbild.

Auch Randbereiche und Ecken müssen mit passender Körnung bearbeitet werden. Wird die Fläche bis Korn 100 geschliffen, sollten auch die Ränder entsprechend fein bearbeitet werden, um sichtbare Übergänge zu vermeiden.

Fugen auskitten und Fläche reinigen

Kleine Fugen und Risse können nach dem Grob- oder Mittelschliff mit Fugenkittlösung und feinem Schleifstaub geschlossen werden. Der Schleifstaub sollte zur Holzart passen, damit die ausgebesserten Stellen möglichst unauffällig bleiben.

Nach jedem Schleifgang sollte die Fläche gründlich abgesaugt werden. Vor der Oberflächenbehandlung muss der Parkettboden sauber und staubfrei sein, damit Lack oder Öl gleichmäßig haften und ein sauberes Oberflächenbild entsteht.

Häufige Fehler beim Parkett schleifen

Typische Fehler sind:

  • zu grobe Endkörnung
  • ausgelassene Schleifgänge
  • zu große Sprünge zwischen den Körnungen
  • sichtbare Schleifspuren
  • ungleichmäßiger Randschliff
  • Übergänge zwischen Fläche und Rand
  • unzureichende Staubentfernung
  • keine Probefläche bei farbigen Ölen oder unbekannten Holzarten

Kurz gesagt

Ein sorgfältiger Parkettschliff ist die Grundlage für eine hochwertige Oberfläche. Die richtige Körnung, ein sauberer Feinschliff, passende Randbearbeitung und gründliche Reinigung schaffen die besten Voraussetzungen für eine gleichmäßige und belastbare Behandlung mit Lack oder Öl.

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